Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn hernach verriet: (SLT 1951)
Die Erklärung beruht auf Versen des Johannesevangeliums, die mit Joh. 12,4 textlich-strukturell und inhaltlich zusammenhängen.
Dass in Joh. 12,4 auf den kommenden Verrat Jesu durch Judas hingewiesen wird, spiegelt sich in der späteren Erwähnung dieses Umstands strukturell wider, nämlich, als der Herr ankündigte, ausgeliefert zu werden.
Es hat auch darin sein inhaltliches Gegenüber, dass Judas verloren ging. Der Sohn des Verderbens, der Verräter des Sohnes Gottes, wurde selbst in den Tod gegeben (dorthin „ausgeliefert“).
Im Kapitel "Das Herz des Johannesevangeliums" wird auf den Vorwurf des Antisemitismus und Antijudaismus eingegangen.